Träume – Die Schlüssel zur Seele

Jede Nacht gleiten wir in eine Phase der phantastischen Welten unseres Unterbewusstseins – in den Traum. Völlig gleich ob wir uns bewusst darüber sind oder nicht. Es passiert – und das ohne unser Zutun und egal ob wir daran glauben oder nicht.

Viele Menschen denken, sie würden nicht träumen, weil sie keinerlei Erinnerung haben. Doch jeder gesunde Mensch träumt und das jede Nacht. Wenn man jedoch nicht  seine Träume ins Gedächtnis rufen kann, ist es fast so als hätte man nicht geträumt: Denn das Träumen offenbart uns den Zugang zu unserem Unterbewusstsein.

Das Unterbewusstsein im Traum

Manche Träumer können ihre Träume der Nacht rekapitulieren, wissen aber oftmals nichts damit anzufangen oder haben keine Ahnung, wie sie sie entschlüsseln können.

Andere scheuen die Mühe und sind zu bequem mit ihnen zu arbeiten. Vielleicht hat man aber auch Angst mit Botschaften aus den Tiefen der Persönlichkeit konfrontiert zu sein, die nicht in unser bewusstes Selbstbild passen, oder verdrängte Erfahrungen hervorkommen lassen.

Egal was der Grund dafür ist, es ist eine Ausrede, mit der wir uns vor unserem wahrhaftigen Leben verschließen. Viel sinnvoller ist es, die Botschaften des Unterbewusstsein anzunehmen, mit ihnen zu arbeiten und sie in unser Leben mit einzubeziehen.

Wenn man mit seinen Träumen & mit seinem Unterbewusstsein arbeitet, also seine gesamte Persönlichkeit wahrnimmt, kann dies zu innerer Harmonie und tiefem Einklang mit sich selbst führen. Wir sollten uns bewusst darüber werden, dass wenn wir uns mit unserem Unterbewusstsein beschäftigen, ein Zugang zu Weisheit, Erfahrung & Kreativität entsteht. Diese bleiben dem Wachbewusstsein verborgen.

Aktive Arbeit lässt uns also unser Leben besser strukturieren.

      

Schlafphasen

Natürlich träumen wir nicht während der gesamten Nacht. Wir unterscheiden zwischen Traum- und Tiefschlafphasen. Diese gehören zu unserem natürlichen Rhythmus, der auch wissenschaftlich, durch Veränderung der Hirnstromwellen und der Augenbewegung festgestellt werden kann.

Ist die Tiefschlafphase für körperliche Regeneration & Erholung notwendig, kennzeichnet die Traumphase die seelisch- geistige Regeneration.

Außerdem findet in der Traumphase auch noch verstärkt die Reifung unseres Gehirns statt – insbesondere bei Kleinkindern und Säuglingen.

Nimmt der Traumschlaf bei Kleinkindern noch 50% der Nacht ein, sinkt er mit zunehmendem Alter immer mehr. Erwachsene weisen nur noch einen Anteil von 20% auf, ältere Menschen sogar nur noch 6-10%.

Auch die Schlafdauer verändert sich bei zunehmendem Alter. Säuglinge und Kleinkinder schlafen noch 16-20h pro Tag, während Erwachsene nur noch 7-9h ruhen. Der Trend ist mit zunehmendem Alter fallend.

Schlafstufen

Betrachten wir uns die einzelnen Schlafstufen eines durchschnittlichen Schlafes (8h) genauer, wird folgendes deutlich:

Zuerst sinkt unser Bewusstsein in einen Dämmerzustand. Dies ist die Phase in der Affirmationen am wirkungsvollsten sind. Mehr dazu findest du im Artikel „Gute Nacht – Die wichtigste Zeit des Tages?“

Darauf folgt die die 2. Stufe – ein leichter Tiefschlaf setzt ein.

In der 3. Stufe, die ungefähr 30 Minuten nach dem Einschlafen auftritt, vertieft sich unser Schlaf noch mehr, bis wir einen intensiven Tiefschlaf erreichen.

Diese 1. Tiefschlafphase dauert so um die 90- 120 Minuten an.

Danach wird unser Schlaf oberflächlicher. Unser Gehirn wird aktiver und „produziert“ sozusagen unsere Träume. Erkennbar ist dies an der Veränderung der Hirnstromwellen und den schnellen Augenbewegungen, auch Rapid Eye Movement genannt. Deswegen wird dieser Schlaf auch REM-Schlaf genannt.

Diese 1. Traumschlafphase hält 10 Minuten an, bis wir wieder stufenweise in den Tiefschlaf driften. Dieser dauert erneut 90-120 Minuten an.

Darauf folgt noch einmal eine Traumschlafphase von diesmal 20 Minuten.

Nach 3-4h Tiefschlaf und 30 Minuten Traumschlaf nimmt der Tiefschlaf nun langsam ab und der Traumschlaf erhöht sich.

So ist die 3. und 4. Tiefschlafphase nur noch 60 Minuten.

Die 3. und 4. Traumschlafphase hingegen je 30 und 40 Minuten.

Auf die Traumphase folgt noch einmal ein kurzer Tiefschlaf, bis sich dann die längste und letzte Traumphase anschließt. Diese dauert 10-70 Minuten.

In diesem letzten Abschnitt wachen wir meist auf und können uns auch am besten an unsere Träume erinnern.

Das heißt auch gleichzeitig, wenn unser Schlafrhythmus gestört ist, wir also zu viel oder zu wenig schlafen, hat dies auch Auswirkung auf unsere Traumerinnerung.

Wenn wir uns aber über unsere Schlafphasen bewusst sind, können wir einiges dazu beitragen um unsere Traumerinnerung zu fördern.

Erlebnisse des Traums

Was begegnet uns in unseren Träumen?

Schlafende bearbeiten Themen im Traum, die sie beschäftigen und durch Kreativität verarbeiten. Auch aktuelle Probleme können in unserem Traum gelöst werden. Wir bereiten uns auf verschiedene Situationen vor und lernen so praktische Fähigkeiten, die wir später brauchen können.  Auch die Amygdala, die für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist, arbeitet in unserem Traum aktiver als im Wachzustand.

Schon im Altertum wurde dem Traum eine zentrale Bedeutung zugeschrieben. Für sie war es eine Art der Zukunft- und Schicksalweisung. Für uns ist es heute weitestgehend die Reflexion des Unbewussten.

Verbesserung der Traumerinnerung

Wenn du nun neugierig geworden bist und deine Traumerinnerung verbessern möchtest, kannst du sofort damit beginnen. Es bedarf keiner großen Vorarbeit. Ich führe dir hier einige Tipps auf, die sich sofort positiv auf dein Traumerlebnis auswirken.

1. Meditation

Gezielte Meditation vor dem Schlaf und Konzentration nach dem Aufwachen kann die Intensität des Traumerlebens und unseres Erinnerungsvermögen ausweiten.

2. Dunkelheit

Dunkel dein Schlafzimmer ab, bevor du schlafen gehst. So schüttet die Zirbeldrüse vermehrt Melatonin aus, wie auch bei der Meditation. Dies verbessert unser Schlaferlebnis. Bleib nach dem Aufwachen noch für einen kurzen Moment liegen und konzentriere dich auf deinen Traum. Lass ihn noch einmal Revue passieren.

3. Affirmationen

Affirmationen sind ein wirkungsvolles Werkzeug wenn es darum geht mit unserem Unterbewusstsein zu arbeiten. Spreche dir in Gedanken oder laut vor:

  • Ich kann mich an meine Träume erinnern.
  • Ich werde heute aufwachen und mich bewusst an meinen Traum erinnern können

4. Traumtagebuch

Um die Traumerinnerung zu erleichtern, ist es sinnvoll ein Traumtagebuch zu führen. Legt euch also ein kleines Buch oder ein Blatt Papier mit Stift, direkt neben euer Bett. Wenn ihr aufwacht, schreibt ihr sofort alles nieder, was euch im Kopf geblieben ist. Schon nach kurzer Zeit werdet ihr merken, dass ihr euch viel besser erinnern und viel mehr wiedergeben könnt.

Die Bedeutung unserer Traumbilder findet ihr auf vielen Internetseiten und Büchern. Doch seht diese nur als Anlehnung, ein persönlicher Sinn sollte immer mit einbezogen werden.

Das Thema Klarträumen oder luzides träumen, ist ebenfalls sehr interessant und befasst sich damit, noch mehr Kontrolle über unsere Träume zu haben und diese bewusst zu steuern. Dies werde ich in einem späteren Artikel behandeln.

Nun hoffe ich, ich konnte euch dazu sensibilisieren, euch mehr mit eurem Traum auseinanderzusetzen. Arbeitet damit und ihr werdet schon bald Veränderungen in eurem Leben erkennen, fühlt euch gefestigter und harmonisch.

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