Alchemie

Sei gegrüßt liebe Laborrate!

Erfreulich, dass du hierher gefunden hast. Willkommen im Reich der Alchemisten!

Ich nehme dich mit auf eine kleine Reise durch unsere Geschichte. Du wirst Verborgenes entdecken und erkennen. Deine Suche hat ein Ende, denn wenn du den goldenen Pfad des Alchemisten erfolgreich bestreitest, wird dich ein Schatz oder wie wir sagen: die Quintessenz QE erwarten. Agendum! Es ist keine Zeit zu verlieren!

(Quelle: ,,http://4.bp.blogspot.com/-iKFpNK4ikiw/VIkvbK9MiyI/AAAAAAAAD80/B2QRrTtd-Gc/s1600/David_Teniers_the_Younger.png“)

Station 1: Dem Lehrling voreingenommene Glaubensmuster extrahieren und diese mit fundamentalen Elementen alternieren.

Wenn du denkst, dass du nach diesem Crashkurs den Stein der Weisen erhältst, geschweige denn Gold anfertigen kannst, bist du noch zu weit von der Materie entfernt. Du kannst es jetzt schon. Dir fehlt einzig und allein essentielles Wissen, um dein Bewusstsein zu transmutieren. Transmutationen stofflicher als auch feinstofflicher Art zählen zu den Endprodukten unserer Arbeit. Ergo, beobachte und reflektiere dich beim Aufnehmen des neuen Wissens, wie du es auch in jeder Situation tun sollst. Mit einem freiem Gedankenkonstrukt sollst du bedacht anwenden und umsetzen. Geleitet wirst du von mir durch das Opus Magnum bis hin zur Tabula Smaragdina.

Station 2: Einführung in die Alchemie

Zuerst sollst du unsere Symbole kennen. Die Bedeutung der Jeweiligen Symbole findest du hier.

Quellen:,,https://de.wikipedia.org/wiki/Unicodeblock_Alchemistische_Symbole“

Na hast du dir nun einen kleinen Einblick im alchemistischen Periodensystem verschafft? Periodensystem sagt man doch so in der Chemie. Was meinst du worauf die meisten Naturwissenschaften, besonders Chemie, aufgebaut sind. Auf der Mutter aller Naturwissenschaften: Alchemie natürlich. Damals gab es nur noch nicht so viele Abzweigungen wie z.b organische Chemie, Kosmochemie, Allgemeine Chemie, Pharmakogenetik, Toxikologie und etliche mehr. Natürlich hatte jeder Alchemist eine gewisse Spezialisierung. Doch das lief alles unter dem Namen der Alchemie.

Die alchemistische Pragmatik durchlief mehrere Kulturen. Eine ihrer Hauptadern fließt durch die äpyptisch-chaldäischen Kultur. In ihr wurden besonderes geistige Transmutationen wie zum Beispiel das Kommunizieren mit Elementarwesen praktiziert. Ein prägendes Leitbild dieser Zeit gibt Hermes Trismegistos, welcher anstrebende Elementargesetze in die Tabula Smaragdina haute.

Auch die griechisch-lateinische Kultur verlieh der Alchemie Gestalt. Durch die philosophische Sicht der Dinge waren Themen wie die 4 Elemente-Lehre allgegenwärtig. Zu dieser Lehre schöpfte Aristoteles auch noch das 5. Element: die Quintessenz. Heutzutage spricht man von Metall wenn man von dem fünften Element redet. Nichtsdestotrotz charakterisierte Aristoteles die prima marteria und verbreitete seinen Hylermorphismus (heute Neuscholastik), nach welchem alle endlichen Stoffen aus 2 verschiedenen Prinzipien bestehen; dem Stoff/der Materie (griech. hyle) und der Form (griech. morphe).

Die Hochburg der Alchemisten lag in Alexandria, woher die jüdische Alchemisten Maria entstammte. In ihren Schriften findest du grundlegende Arbeitsmethoden, alchemistische Öfen, Destillationsapparate und erste Berichte über das Opus Magnum und den Stein der Weisen. Das sind die ersten schriftlichen Aufzeichnungen (ca. 1 Jh.n.Chr.) über die Transmutationskunst und es ist kein Zufall, dass diese von einer Frau stammen. Man nannte nämlich alchemistische Werke ganz früh im Zeitstrahl “opus mulierum“, was so viel wie Frauenwerk bedeutet. Man sah die Materie (matrix) als Mutter, welche durch alchemistische Vorgänge von dem männlichem Geist befruchtet wird, sodass diesem die Möglichkeit der irdischen Verkörperung gegeben wird.

Nun zeige ich dir, was wir damals so verwendeten und wie wir diese Mittel einsetzten.

Geräte:

  • Alembik(Destillierhelm) – ein Helmaufsatz für einen Destillierkolben
  • Aludel– ein Gefäß zur Sublimation
  • Aschenbad
  • Athanor– ein spezieller Ofentyp der Alchemisten
  • Cucurbit – ein bauchiges Glasgefäß, das als Destillationskolben in das Sandbad des Athanor eingestezt wurde
  • Kerotakis – eine Sublimationsapparatur, in der flüchtige Substanzen wie Schwefel mit verschiedenen Metallen reagieren konnten
  • Kupelle – ein aus Pflanzen- oder Knochenasche gepresstes Gefäß zur Reinigung und Abtrennung von Edelmetallen aus Legierungen
  • Marienbad (balneum mariae) – Wasserbad zur langsamen und schonenden Erhitzung empfindlicher Substanzen
  • Pelikan – eine Apparatur, die zur circulatio, d.h. zur Destillation unter Rückfluss, verwendet wurde
  • Retorte – ein Destilliergefäß
  • Sandbad
  • Tribikos – die älteste überlieferte Destillationsapparatur
  • venter equinum – eine von der milden Gärungswärme von Pferdemist gespeiste Wärmequelle

Manche Gefäße der Alchemisten werden nach Tieren bzw. dem Menschen benannt, so z.B. Igel oder Gans oder das Menschliche Paar.

Grundlegende Arbeitstechniken

Viele dieser Arbeitsmethoden haben auch Eingang in die moderne Chemie gefunden.

  • Calcinatio – Kalzinierung, bei der vornehmlich Metalloxide entstehen
  • Ceratio(von lat. Cera = Wachs) – ein Prozess der Weichmachung, bei dem schwer schmelzbare Stoffe leichter schmelzbar gemacht werden
  • Circulatio – Destillation unter Rückfluss (auch Rotatio genannt)
  • Coagulatio – die Überführung flüssiger in feste Stoffe, also jede Art von Niederschlagsbildung; solve et coagula ist eine Schlüsselformel zum Verständnis der Alchemie
  • Destillatio – zur Läuterung der Stoffe
  • Fixatio – ganz allgemein der Übergang vom dampfförmigen oder flüssigen in den festen Zustand
  • Fäulnis – Gärungsvorgang zur Zersetzung unter Sauerstoffmangel
  • Kohobation – wiederholte Destillation ohne Rückfluss
  • Kupellation – Abtrennung von Edelmetallen aus Legierung mittels Blei
  • Liquefactio – siehe → Solutio
  • Menstruum – ganz allgemein ein Lösungsmittel für feste Stoffe; das begehrte Universallösungsmittel (menstruum universale) Alkahest sollte auch Gold auflösen können
  • Mortificatio – siehe auch → Fäulnis und Putrefactio
  • Praecipitatio – Ausfällung eines Niederschlags aus einer Lösung (siehe auch → Coagulatio)
  • Projectio – in der Alchemie jener Prozess, durch den die Transmutation unedler Metalle zu Gold bewerkstelligt werden sollte
  • PutrefactioFäulnis
  • Reductio – dabei wird der Geist, der im Zuge der Läuterung des Stoffes von der Materie abgesondert wurde, wieder in diese zurückgeführt; es handelt sich dabei nicht um eine Reduktion im modernen chemischen Sinn
  • Rotatio – siehe →Circulatio
  • Separatio – ganz allgemein die Zerlegung der Ausgangssubstanz in einzelne Fraktionen; die wichtigsten Verfahren dazu sind sind die Destillatio, die Praecipitatio und die Sublimatio
  • Solutio – Lösungsvorgang, auch als Liquefactio bezeichnet;
  • Sublimatio – ein Feststoff wird unmittelbar verdampft, ohne dabei die flüssige Phase zu durchlaufen
  • Tingierung (lat. tingo = bestreichen, eintauchen, färben) – siehe Projectio
  • Transmutation – die Umwandlung unedler Metalle in Edelmetalle, namentlich in Gold oder Silber

Tria Principa

Das, mein Freund, ist eines der Essentials der Alchemie. Später ist die erweiterte Form des Konzepts, die Vier-Elemente-Lehre, durch Paracelcus (1493-1541) aufgetaucht. Wir haben damals jedoch nur die 3 philosophischen Elemente, Sulphur, Mercurius und Sal gekannt.

Sulphur wird mit Feuerlust gleichgesetzt, d.h. dass diese Substanz für Feuer und Luft gestanden hat. Sulphur-das Brennbare!

Mercurius wird mit Wasser in Verbindung gebracht, weshalb es für das flüssige gestanden hat.

Sal bildet das Erdelement. Es steht für das Feste und Formgebende.

Hier kleine, übersichtliche Stichpunkte für die Leseschwachen unter euch:

Sulphur: brennbar, fixes Prinzip, ölig, Seele, Luft & Feuer

Mercurius: metallisch/schmelzbar, flüchtiges Prinzip, alkoholisch, Geist, Wasser

Sal: unbrennbar, in der Asche enthalten, salzig/erdig, Körper, Erde

Wenn du ein bisschen tiefer in die Tria Principia hineinschaust, erkennst du, minjung, dass es sich hierbei um Prozesse handelt, nicht um Stoffe! Diese Prozeduren sind also der Schwefelprozess, der Quecksilberprozess und der Salzprozess. Die materiellen Träger dieser, können verschiedene Stoffe sein.

„Nun will ich wieder auf ein Beispiel mit dem Holze zurückgreifen. Dieses Holz ist ein Körper. Wenn Du es verbrennst, so ist das, was brennt, der Schwefel, der Rauch das Quecksilber, und was zur Asche wird, ist Salz.“

– Paracelsus: Opus Paramirum, Erstes Buch, Kap. 2

Die 7 Planetenmetalle

Diese Substanzen heißen Planetenmetalle, da man jedes Metall einem Planeten zugeordnet hat. Diese Zuordnung hatte wiederum andere Assoziationen, wofür ich euch im Folgenden eine Übersicht darstelle:

(Quelle:,,http://anthrowiki.at/Planetenmetalle“)

Diese Metalle waren für uns die Grundbestandteile eines Alchemielabors. Wir waren uns bewusst, dass diese Stoffe der reinen Planetenwirkung entsprochen haben, wodurch man alle anderen Metalle mit dem Zusammenwirken verschiedener Planetenkräfte erstellen kann. Du musst um die planetarischen Metallkräfte zu verstehen, nachvollziehen, wie sie in die Erde gelangen. Sie werden von dem gesamten Kosmos, welcher nunmal ein ganzes Sonnensystem beinhaltet, in die Erde gesetzt. Aus diesem Grund verwenden wir die Planeten als Modifizierung dieser 7 ausgezeichneten Metalle. Man könne sie ebenso mit bestimmten Bildungskräften vergleichen, die im Menschen innewohnen, worum sich alle anderen Kräfte bilden, um ein Leben zu formen. Bei einem alchemistischen Prozess zur Erlangung des Stein der Weisen musst du alle dieser 7 Metallstufen durchlaufen. Das Metall, welches der Erde zugeordnet war, hieß Antimon. Wir nannten es auch das 8. Metall.

Auch in der Heilmedizin, Spagyrik, spielen die Planetenmetalle eine essentielle Rolle. Der Begriff Spagyrik wurde von Paracelus eingeführt und beschäftigt sich mit Arzneimittel, die auf alchemistischer Basis erzeugt werden.

Hier siehst du eine Tabelle mit den Elementen und der jeweiligen Wirkung auf unseren Organismus.

(Quelle: ,,http://www.natura-naturans.de/artikel/pdf/die_sieben_planetenmetalle_und_das_antimon.pdf“)

Natürlich konnte man heute 5 weitere Planeten in unserem Sonnensystem entdecken, wofür es bestimmt auch eine metallische, irdische Modifizierung geben muss. Man erspähte 1781 den Uranus und ordnete ihn dem Platin zu. Plutonium und Neptunium, die 1940 entdeckt wurden, wurde einerseits nach dem Zwerplaneten Pluto (1930 entdeckt) und andererseits nach dem Planeten Neptun (1846 entdeckt) benannt. Auch das 1803 entdeckte Element Cer hat seinen Namen dem ein Jahr zuvor lokalisiertem Zwergplaneten Ceres zu verdanken. Ich kann mich zu diesen Entdeckungen nur schwer äußern, da wir uns in der alten und klassischen Alchemie nur mit den 7 beschäftigt haben.

Celcus hatte im 2. Jahrhundert unter Berufung persischer Geheimlehren (Mithras-Kult) eine andere Definition der 7 Planetenmetalle gegeben.

,,Im folgenden will Celsus seine große Gelehrsamkeit zeigen und führt deshalb in seinem gegen uns verfaßten Buche auch einige Geheimlehren der Perser an, wobei er sagt: «Von diesen Dingen findet sich auch in der Lehre der Perser und in dem Geheimdienst des Mithras, der bei ihnen eingeführt ist, eine dunkle Andeutung. Wir haben dort nämlich eine sinnbildliche Darstellung der zwei Kreisläufe am Himmel, nämlich des Kreislaufs der Fixsterne und des den Planeten zugewiesenen Umlaufs, und des Durchgangs der Seele durch diese. Von solcher Art ist das Sinnbild; eine Leiter mit sieben Toren, und an ihrer Spitze ein achtes Tor. Das erste Tor ist von Blei, das zweite von Zinn, das dritte von Bronze, das vierte von Eisen, das fünfte von gemischtem Metall, das sechste von Silber und das siebente von Gold. Das erste eignen sie dem Kronos zu und bezeugen durch das Blei die Langsamkeit dieses Sternes; das zweite der Aphrodite , indem sie mit ihr den Glanz und die Weichheit des Zinns vergleichen; das dritte, das eine eherne Schwelle hat und fest ist, dem Zeus; das vierte dem Hermes, denn beide, sagen sie, Hermes und das Eisen, sind ausdauernd in allen Arbeiten, schaffen Gewinn und können vieles ertragen; das fünfte, das wegen der Metallmischung ungleich und buntfarbig ist, dem Ares; das sechste, das von Silber, dem Mond; das siebente, das von Gold, der Sonne, wobei sie ihre Farben nachbilden.“

– Origenes: Gegen Celsus (Contra Celsum) 6,22
 Wichtige Alchemisten 
Nun fragst du dich sicher welche Alchemisten es, außer meiner Wenigkeit, noch so gibt. Das ist gut, denn viele der nun aufgeführten Personen haben bahnbrechende Entwicklungen vollzogen. Beginnen wir mit meinen Freunden, den ältesten mir bekannten Alchemisten. Diese werden dem alten Ägypten und der griechischen, römischen Antike zugeordnet.
Ein allseits bekannter Name ist Hermes Trismegistos, welcher 1996 v.Chr. lebte. Auf ihn geht die Tabula Smaragdina zurück, weswegen er in Ägypten mit Thot, dem Schreibenden, assoziert wird. Sämtliche Überlieferungen der damaligen Zeit führen auf diesen weisen Mann zurück.
Ein nächster Bekannter ist Ostanes, welcher 500 v.Chr. sein Unwesen trieb. Er soll bei der Gründung der Astrologie eine wesentliche Rolle gespielt haben.
Kennst du Xamolxides? Über ihn wussten wir in unserer Zeit auch nicht viel. Ich kann dir sagen, dass es ein Mann war, der Tage und Nächte in seinem Labor verbracht hat.
Ein weiterer großer Namen ist Empedokles, welcher 550 v.Chr. vegetierte. Er führte die 4-Elementen-Lehre ein, worauf Mediziner, Theologen, Naturwissenschaftler und Denkende sich heute noch beziehen.
Einen Fortschritt in der Atomlehre brachte Demokrit, welcher in der Zeit von 460-380 v.Chr. lebte. Er deutete die Stofflichkeit erstmals im materialistischem Sinn.
Die erste nennenswerte Frau im Bezug zur Alchemie ist Maria die Jüdin. Ihre Lebenszeit ist von dem 1. bis 3. Jahrhundert datiert. Auf dieses Weiblein müsstest du in diesem Artikel gestoßen sein, da sie als begnadete Erfinderin galt und die ältesten alchemistischen Schriften von ihr stammen.
Fehlt nur noch Zosimos aus Panopolis, welcher der älteste Autor alchemistischer Werke ist. Er lebte vom 3. bis zum 4. Jahrhundert und verfasste eine Menge Bücher, die teilweise bis heute noch Grundlagen für Wissende sind.
Natürlich gab es nicht nur Alchemisten in Ägypten, Griechenland und Rom. Ich hatte auch Freunde in China. Dort wurde sich schon früh mit Meditation, Qigong, Fasten und weiteren Thematiken der Selbstfindung beschäftigt, weshalb die Alchemie auch dort einen hohen Anklang fand.
Wei Bonyang ist einer der ältesten mir bekannten, chinesischen Alchemisten. Er soll im 2. Jahrhundert gelebt haben. Über ihn gibt es einen Mythos. Er habe auf alchemistischer Basis ein Elixier der Unsterblichkeit brauen wollen, hat dies einem Hund gegeben, woraufhin der Hund tot umgefallen ist. Da dies nach seinem Ermessen nicht fair war, musste auch er das gleiche Schicksal erleiden. Er hat seinen Trunk getrunken und fiel auf der Stelle tot um. Später ist der Geist von ihm und dem Hund den Himmel empor geschwebt, um unsterblich zu werden.
Ge Hong ist in der Zeit des dritten Jahrhunderts ein anderer großer Alchemist gewesen. Von ihm stammt das Werk Baopuzi.
Einer der sich damals ausschließlich mit der inneren Alchemie beschäftigt habe, war einer der Acht Unsterblichen: Lü Dongbin.
Doch waren auch Alchemisten im Islam und im Abendland vertreten. Um hier jetzt alle aufzuzählen und dir eine Geschichte über diese zu erzählen, genügt der Platz nicht. Aus diesem Grund nenne ich dir nun noch weitere 3, 4 wichtige Alchemisten.
Ein wichtiger islamischer Name der fallen muss, ist Dschābir ibn Hayyān, auch genannt Geber. Er lebte im 7. Jahrhundert und ist bekannt als Vater der Chemie.
Abū Bakr Muhammad ibn Zakarīyā ar-Rāz, vereinfacht Rhazes, war ein begnadeter Alchemist, der die Medizin im 8 Jahrhundert voran brachte.
Einer der berühmtesten Persönlichkeiten, welcher teilweise vom Volk als Held angesehen wurde, war Avicenna. Er war als irdisches Wesen auf dieser Welt im 9. Jahrhundert und wurde dem Sufismus zugeordnet. Aufgrund seiner ärztlichen Fähigkeiten hatte er hohes Ansehen.
Lass uns noch zu meinen abendländischen Freunden kommen. Diese spielen für die westliche Welt, also uns, wohl die größte Rolle. Es gibt sehr viele von ihnen, weswegen ich dir nur von den Wichtigsten, welche zugleich meine engsten Vertrauten waren, berichte. Sie sind nicht so alt wie z.B. die altägyptischen, weswegen diese eine fundamentale Rolle für die heutigen, modernen Wissenschaften spielen.
Fangen wir an mit meinem guten, alten Freund Albertus Magnus. Er hat 1200-1280 gelebt und steht bis heute für den christlichen Aristotelismus. Er verfasste ca. 22000 Druckseiten, die für moderne Wissenschaften Grundlage sind.
Ein begnadeter Alchemist, welchen jeder nur von Goethe’s Werk ,,Faust“ kennt, war Johann Faust (1480-1541). Der Doktor verbrachte die meiste Zeit in seinem Labor, um Elixiere zu brauen. Wenn du dir ein Bild über diesen weisen Mann machen willst, lese Faust.
Für die heutige, westliche Gesellschaft ein sehr wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Mann, wenn es um klassische Alchemie geht: Paracelus (1493-1543). Er führte den Begriff Spagyrik ein und nahm die klassische Alchemie auseinander. Primär wollte er zudem Heilmittel für das Volk erstellen. Ein Zitat von dem Mystiker ist: ,,Denn die Natur ist so subtil und scharf in ihren Dingen, dass sie nicht ohne große Kunst angewendet werden mag. Denn sie bringt nichts an den Tag, das für sich selbst vollendet wäre, sondern der Mensch muss es vollenden. Diese Vollendung heißt Alchemia“.
Natürlich gibt es noch etliche, weitere Alchemisten, die alle ihre Wichtigkeit und Richtigkeit auf dem Pfad der Alchemie hatten und haben. Jedoch kannst du dich darüber bei Interesse selbst informieren.
 Meilensteine der Alchemie

Viele wichtige Erfindungen, die das Alltagsleben damals prägten, haben wir den Alchemisten zu verdanken. Um 900 gelang es so  z.B. Al-Rhazi durch Destillation von Wein, reinen Alkohol zu gewinnen. Daraufhin wurde reiner Alkohol als antiseptisches Mittel eingesetzt, um Infektionserkrankungen z.B. in Krankenhäusern einzuschränken und bewahrte so viele vor dem Tod.

Dem deutschen Alchemisten Johann Friedrich Böttger gelang es in 1707 den ,,europäischen“ Porzellan herzustellen. Ursprünglich war er auf der Suche nach einer Möglichkeit zur Goldgewinnung, ist aber dann auf die Porzellanformel gestoßen.

Doch gibt es auch weniger positive Erfindungen der Alchemisten. Da hätten wir z.B. das Schwarzpulver, welches von chinesischen Alchemisten im 12 Jhr. entdeckt wurde.

Zum Schluss noch ein kleines Experiment für dich zum Ausprobieren:

6 Experiment – ein Transmutationsversuch

Du kannst eine Kupfermünze durch Erhitzen in einer basischen Zn-Aufschlämmung (NaOH + H2O + Zn) in eine silberglänzende Münze verwandeln. Wenn du diese nochmals erhitzt, bestenfalls über einem Bunzenbrenner (offene Flamme), erhälst du sogar eine goldglänzende Münze. Diese einfache chemische Reaktion stellt eine gelungene Transmutation dar. Das anfängliche silberne Glänzen wird durch eine Zn-Ablagerung verursacht. Durch das nächste Erhitzen entsteht auf der Münze eine goldfarbene Cu-Zn-Legierung (Messing).

Fazit: Nicht alles was glänzt ist Gold.

So mein lieber Freund. Nun sind wir am Ende des Artikels angelangt. Ich habe bis hierin bewusst keine Interpretation der Alchemie aufgeführt, da diese jeder für sich selbst erkennen muss. Die meisten Gelehrten heutzutage meinen zu wissen, dass Alchemie sich ausschließlich mit dem Inneren eines Menschen, d.h. mit dem Unbewussten und Bewussten befasst. Das stimmt einerseits, jedoch stellt sich mir da die Frage wie man denn ausschließen kann, dass damalige Alchemisten auch wirklich Gold herstellen konnten. Wenn die richtigen Werkzeuge, Techniken und Glaubenskraft miteinander korrelieren, bin ich nämlich auch der Meinung, dass die Goldsynthese möglich ist. Vergiss nicht, das hermetische Gesetz der Pole sagt nämlich aus, dass die Wahrheit in der ,,goldenen“ Mitte liegt. Mache deine Research und komme zu deiner subjektiven Conclusion.

Bis dahin, alles Gute mein Freund!

Quellen: ,,http://anthrowiki.at/Alchemie“

,,https://de.wikipedia.org/wiki/Planetenmetalle“

,,http://www.natura-naturans.de/artikel/pdf/die_sieben_planetenmetalle_und_das_antimon.pdf“

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